, Text und Bilder: Stefan Peter

Herbstanlass des Feuerwehrvereins Wil

Am 20.9.2025 waren 16 Mitglieder des Feuerwehrvereins unterwegs nach Flums zum traditionellen Herbstanlass.

Frühmorgens um 06:45 Uhr, als andere noch im Tiefschlaf ihre Kissen bekämpften, starteten Leandro und Ste bereits hochmotiviert in den Tag. Zwei Zivilschutzbusse des SVRW wurden im Feuerwehrdepot übernommen um unsere 16 Vereinsmitglieder, die sich zum Herbstanlass 2025 angemeldet hatten, abzuholen. 

Pünktlich um 07:00 Uhr stand die Reiseschar beim Museum mit voller Vorfreude bereit. Auch mit dabei, war ein Gönner unseres Vereins. Um 07:15 Uhr ging es los, über den Ricken im schönen Toggenburg fuhren wir nach Flums. Der Spätsommer zeigte sich von seiner schönsten Seite. Blauer Himmel und fast wolkenlos, mit herrliche Sicht auf die Churfirsten, zuerst vom Toggenburger Blickwinkel her und dann vom Walensee aus. Fast zu Schade, dass wir dies, nur aus dem Busfenster bewundern konnten. 

In Flums angekommen, tauchten wir für zwei Stunden in ein unterirdisches Zukunftslabor, in den Versuchsstollen Hagerbach (VSH). Hightech und Forschung, viele Prüflabore, eine Schiessanlage, mehrere Trainingsanlagen für Rettungs- und Evakuierungsübungen und vieles mehr. Also kurz gesagt, ein weitverzweigtes Tunnelsystem von nationaler Bedeutung. Einige von uns fühlten sich sofort zurück versetzt in die Zeiten, als sie hier noch Tunnelbrände bekämpften. Aber diesmal mussten keine Schläuche ausgerollt, Atemschutzgeräte getragen und Rettungen ausgeführt werden. Es ging also diesmal ruhig zu und her und es war sehr spannend den Erklärungen unseres fachkundigen Guides, trotz kühlen 15°C Umgebung zuzuhören. Nach der Führung gönnten wir uns alle eine kleine Kaffeepause, die einen genehmigten sich noch einen Nussgipfel und andere rauchten noch eine letzte Zigarette, bevor es dann mit den Bussen weiterging in die Schwägalp. 

Dort angekommen, im Gasthaus Passhöhe, warteten kulinarische Klassiker in flüssiger Form auf uns. Es hatte für alle einige Köstlichkeiten dabei, wie fruchtiger Weisswein, einen oder zwei leckere Apérolspritz, ein bis zwei gepflegte Hopfentropfen oder ein sprudelndes Süssgetränk, also viele gute Sachen. Ebenso die wundervolle und klare Aussicht auf den Säntis und das Berggasthaus Tierwis, konnten wir geniessen sowohl auch die Räubergeschichten aus früheren Zeiten, waren lustig und kamen nicht zu kurz.Nach dieser gemütlichen Rast ging die Fahrt um 13:00 Uhr weiter nach Stein, zur legendären Schaukäserei. Im schmucken Restaurant erwarteten uns «glustige» Appenzeller Hausmannskost, mit viel Käse in verschiedenen Varianten. Das Essen war sehr fein und hat fast allen gemundet. Leider waren die Spiegeleier auf der «Schauchäsi-Rösti» die Roli Felix bestellt hatte, leicht versalzen. 

Böse Zungen raunten sofort: «Das war sicher wieder Ste, mit dem alten Salzstreuer-Trick!» Alle sahen ihn schon heimlich am Tisch mit verschmitztem Grinsen an den Löchern vom Streuer drehen. Doch in Wirklichkeit war es wie üblich, Ste war unschuldig! 😊 

Mehrere Augenzeugen schworen, er habe höchstens am Glas Apfelschorle genippt, aber bestimmt nicht am Salzstreuer gedreht. Die Wahrheit war schlicht, Roli hatte beim Würzen selbst derart beherzt geschüttelt und gedreht, dass die Spiegeleier fast zur Salzgewinnung in den Schweizer Salinen hätten verwendet werden können. Zum Glück gab es für Ihn genügend Getränke, die den Durst neutralisierten. 

Die Moral der Geschichte: Nicht immer ist Ste der Sündenbock, manchmal ist Roli einfach sein eigener Salzbaron! 😊 

Etwas verspätet aber gestärkt und gut gelaunt folgte dann eine Führung durch die Schaukäserei. Die charmante Agnes, eine echte Einheimische, erklärte uns mit viel Herzblut die Geheimnisse ihrer Heimat und des Appenzeller-Käses. So mancher lernte nicht nur etliches über den würzigen Käse, nein auch ein paar einheimische Wörter und das Brauchtum kamen nicht zu kurz. Wer bislang noch nicht wusste, dass Arnold «Nöldi» Forrer unser Ostschweizer Schwingerkönig von 2001, von Beruf Käsemeister ist, konnte dies auf diesem Rundgang erfahren. Die Führung dauerte eine Stunde und war ebenfalls sehr spannend.Über Herisau ging es dann wieder Richtung Heimat. Wer noch nicht genug hatte, kehrte im Museum noch auf ein Bier ein, schliesslich soll man den Tag nicht zu trocken ausklingen lassen, vor allem dann nicht, wenn man(n) einer erhöhten Salzzufuhr ausgesetzt war.Ein grosses Dankeschön geht an Leandro, der den ganzen Anlass organisiert und gleich auch noch einen Chauffeur gemacht hat. Gemeinsam mit Ste brachten die beiden ihre wertvolle Ladung, jederzeit sicher ins Ziel. Keine Ausfälle und keine Verluste. Alle wurden wieder heil zu Hause abgeladen.Es war rundum ein gelungener Herbstanlass, mit guter Stimmung, tollem und warmen Wetter, mit reichlichen spannenden Besichtigungen zum Teil mit viel «Käse» 😊